nach gefühlten jahren innigster traurigkeit werde ich heute abend sicher an einem gebrochenen herzen sterben.

nach gefühlten jahren innigster traurigkeit werde ich heute abend sicher an einem gebrochenen herzen sterben.
…, sondern weil die eindrücke übersprudeln. und das ist traurig.
versteckt warst du gewesen, fast unsichtbar in meiner nähe, und schautest ab und zu unauffällig in meine richtung, und liefst mir hinterher, ohne auch nur ein wort zu sagen.
jetzt läufst du neben mir. deine stimme: unerwartet durchdringend, und bohrt sich direkt in so einen brennpunkt in mir, ich bin gut drauf und du musst lachen. ich finde schön, wie locker plötzlich alles ist. ich nehme deine hand, die warm ist. einfach umwerfend, das alles.
ich möchte freie tage, weil du dann kämest, und wir dann, bis zum rand betrunken, in unseren selbstgebauten weißen sälen aus schaumstoff einen endlosen zirkus veranstalten würden, um nicht in dieser überwältigenden geräuschlosigkeit nebeneinander einschlafen zu müssen, die dann doch jeden mal für lange minuten übermannt, wenn vertraut fremde körper sich treffen.
merkwürdig unter freiem himmel zu liegen, fast ohnmächtig fühlt man sich da. du schaust mir zu, wie ich die wolken beobachte, in wahrheit von uns beiden träume. mir scheint die sonne auf den bauch. es ist sehr warm, und uns beiden läuft es kalt den rücken herunter, zu aufregend, alles. ich streiche durch dein schwarzes haar, und du sagst kein wort mehr, du bist jetzt sprachlos. einfach umwerfend, das alles.
mein kopf steckt hoch oben in den sternen, während mein innerstes zusammengekrümmt vor mir am boden
krauchend
dabei ist,
dir ein standbild aus Gedanken zu bauen,
damit sich dieser heilige moment für mich ein wenig fassbarer gestaltet.
Wir sitzen zu zweit auf dem mit ungelesenen Magazinen und zugeschweißten Vinylplatten übersähten Fußboden ihres Zimmers. Auf der Rückbank eines Kleinwagens. Wir sitzen zu zweit auf einer Parkbank oder auf einem für zwei Menschen beinahe zu schmalen Sofa. Es lässt uns an die Zufälligkeit und das Versehen einer jeden Berührung glauben.
17/10/11 - Und dann war sie eben dort gewesen, und ich erkannte in ihr den Knaben, den ich Zeit meines Lebens begehrt hatte, meiner selbst nicht sicher, meinem Verlangen umso mehr.